Stillförderung
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Weltstillwoche 2015

Erwerbstätigen Müttern das Stillen erleichtern
Erwerbstätige Mütter, die ihre Säuglinge stillen wollen, sollen in ihrem Arbeitsumfeld besser unterstützt werden. Dazu ruft die Weltstillwoche 2015 auf. Unter dem Motto „Stillen und Arbeit – machen wir es möglich“ werben die Veranstalter in der Woche vom 12. bis 19. September 2015 für die Schaffung von stillfreundlicheren Bedingungen in Unternehmen. Eine verbesserte Vereinbarkeit von Stillen und Arbeiten ist sowohl im Interesse von Arbeitnehmerinnen als auch Arbeitgebern.
Unvereinbarkeit von Stillen und Arbeiten gehört weltweit zu den wichtigsten Gründen, dass Mütter frühzeitig mit dem Stillen ihrer Säuglinge aufhören. In der Schweiz nannte dies jede vierte erwerbstätige Mutter in der kürzlich veröffentlichten Still- und Ernährungsstudie 2014 des Bundes als Grund für ein frühzeitiges Abstillen. Stillende Arbeitnehmerinnen stossen nach wie vor auf vielfältige Hindernisse. Sie reichen von missbilligenden Reaktionen im Umfeld über ungeeignete Räumlichkeiten am Arbeitsort bis hin zu Kündigungsdrohungen. Zwar ist das Stillen während der Arbeitszeit in der Schweiz durch rechtliche Bestimmungen klar geregelt – seit dem 1. Juni 2014 gilt dies auch für die Entlöhnung von Stillpausen –, doch nur jede zehnte erwerbstätige Mutter wurde gemäss der erwähnten Studie von ihrem Arbeitgeber über ihre Rechte als stillende Arbeitnehmerin informiert. Dies zeigt, dass es zur Verwirklichung der Vereinbarkeit von Stillen und Arbeiten weitere Anstrengungen braucht.

Bestehende Rechte einfordern und verwirklichen
Auf diese Notwendigkeit will die Weltstillwoche 2015 aufmerksam machen. Bereits die Weltstillwoche von 1993 hatte sich unter dem Motto „mütterfreundlicher Arbeitsplatz“ dem Thema Stillen und Berufsleben gewidmet. In den seither vergangenen 22 Jahren wurde gemäss den Initianten viel erreicht. Vor allem das Übereinkommen 183 zum Mutterschutz der Internationalen Arbeitsorganisation ILO hat zur Verbesserung von nationalen Gesetzen und deren Anwendung beigetragen. Das Recht der arbeitenden Mutter zu stillen wurde in das öffentliche Bewusstsein gerufen. Unter dem Motto „Stillen und Arbeit – machen wir es möglich“ ruft die diesjährige Kampagne dazu auf, dieses Recht auch einzufordern und zu verwirklichen. Ziel der Aktivitäten ist es, alle Beteiligten zu einer verstärkten Unterstützung von stillenden Arbeitnehmerinnen aufzurufen, Arbeitgeber zur Schaffung von still- und mütterfreundlichen Arbeitsbedingungen zu motivieren und erwerbstätige Mütter zu ermuntern, nach Wiederaufnahme der Arbeit weiter zu stillen.

Stillen stärkt Gesundheit
Eine verbesserte Vereinbarkeit von Stillen und Arbeiten ist sowohl im Interesse von Arbeitnehmerinnen und ihren Babys als auch von Arbeitgebern und der Gesamtgesellschaft. Zahlreiche Studien belegen, dass Stillen die Gesundheit von Mutter und Kind stärkt. Gesunde Babys und Mütter beanspruchen weniger Betreuung durch ihr Umfeld und bewirken weniger krankheits- und betreuungsbedingte Abwesenheiten vom Arbeitsplatz.

Aktivitäten im Internet publiziert

Die Stillförderung Schweiz wird alle ihr gemeldeten Aktivitäten auf ihrer Website (www.stillförderung.ch ) publizieren. Sie lädt die veranstaltenden Organisationen und Personen deshalb ein, ihre Aktivitäten frühzeitig anzumelden und unterstützt die Aktivitäten mit der Abgabe von Karten und Post-it’s mit dem Kampagnen-Motto und weiterem Informationsmaterial. Auf Anfrage vermittelt die Stillförderung Schweiz auch Fachpersonen für Interviews oder Tagungen.

Die Weltstillwoche wird seit 1991 jedes Jahr in über 120 Ländern begangen. In der Schweiz wird sie von der Stillförderung Schweiz in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Schweizerischer Stillberaterinnen IBCLC (BSS), der La Leche League Schweiz, dem Schweizerischen Verband der Mütterberaterinnen (SVM), dem Schweizerischen Hebammenverband (SHV) und der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) durchgeführt. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV, Gesundheitsförderung Schweiz und die Medela AG unterstützen die Aktionswoche finanziell.

Quelle:
www.stillförderung.ch
Christine Brennan, Stillförderung Schweiz 031 381 49 66 contact@stillförderung.ch

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