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Droht den Schwangeren-Boxen bald das aus?

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In Kürze soll eine Empfehlung  für „Unerwünschte Inhalte für Mutter-Kind Boxen“ herausgegeben werden.  Schwangere bzw. Mütter erhalten vor/nach der Geburt häufig kostenlose sogenannte „Mutter-Kind Boxen“. Dies wurde in der NEK (Nationale Ernährungskommission)  am 11.11.2015 verabschiedet und wird demnächst als „Empfehlung der nationalen Ernährungskommission“ veröffentlicht.

Dabei handelt es sich um Geschenke in verschiedenen Erscheinungsformen (Box, Beutel, Rucksack, Kuvert etc.), die Produktproben, Gutscheine, Werbe- und Informationsmaterialien enthalten. Was in solchen Boxen nicht enthalten sein soll, sind unter anderen Säuglingsmilchnahrungen (Säuglingsanfangsnahrungen, Folgenahrungen und Spezialnahrungen), Babyfläschen inkllusive Trinksauger, Beruhigungssauger inkl. Zubehör, Stillhütchen, Beikostprodukte, welche nicht den österreichischen Beikostempfehlungen entsprechen, Chininhaltige Getränke, Energydrinks, sonstige koffeinhaltige Getränke, Alkoholische Getränke, Nahrungsergänzungsmittel und diätische Lebensmittel, Gewinnspiele und Registrierungskarten von Säuglingsnahrungsherstellern.

Ebenso werden z.B. Proben und Werbung für Nahrungsergänzungen und alkoholische Getränke (auch wenn diese explizit für den Vater beworben werden) als ungeeignete Inhalte angesehen.

Die Empfehlung richtet sich an Firmen, die solche Boxen befüllen, an Institutionen, die sie in Auftrag geben (z.B. Gemeinden, Länder) bzw. die sie verteilen (z.B. Krankenhäuser, Ärzteschaft). Einerseits soll über ungeeignete Inhalte informiert und andererseits eine Befüllung nach den Kriterien angeregt werden.1)

In Österreich werden die Schwangeren-Boxen vorwiegend über Gynäkologen verteilt. Die Mutter-Kind-Box „Baby´s erstes Jahr“! in der Geburtsklinik. Manche Ärzte bzw. Kliniken können die Boxen nicht abgeben.  In diesem Fall schickt Family Service  gegen einen Portoersatz von 5 Euro die Box nach Hause zu (Achtung: Gilt nur für Österreich)! Danach schickt Family Service  je nach Alter des Kindes Infos, Gutscheine oder Proben direkt nach Hause zu!2)

Aus Untersuchen zeigt sich, dass Mütter das Stillen oft beenden, weil sie keine adäquate Unterstützung bekommen haben. Wünschenswert ist, wenn Ärzte und Kliniken dann Zeit haben die Leistungen regionaler Anbieter von baby- und schwangerennahen Angeboten zu kommunizieren. Regionale Anbieter wie z.B. Stillberaterinnen sind meistens Einzelpersonen oder Kleinunternehmer für die ein Marketing in der Schwangeren-Box finanziell nicht möglich ist.

Quelle:

1) Mag. Petra Lehner Abteilung III/8 (Kinder-, Jugend und Gendergesundheit, Ernährung) Bundesministerium für Gesundheit (BMG) Für den Inhalt verantwortlich: Adelheid Weber, MSc Abteilung III/8 (Kinder-, Jugend und Gendergesundheit, Ernährung) Bundesministerium für Gesundheit (BMG) http://bmg.gv.at/cms/home/attachments/3/3/4/CH1364/CMS1347872626120/unerwuenschte_inhalte_mutter_kind_boxen.pdf

2) Prosam felicitas Bemusterungs GmbH/Family Service AUSTRIA

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